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    Welche Autobatterie brauche ich, worauf muss ich achten?

    Wem ist das noch nicht passiert? Man setzt sich morgens ins Auto, will einfach nur zur Arbeit fahren und auf einmal springt die Karre nicht mehr an. Und das ausgerechnet im Winter. Spätestens jetzt wird es Zeit für eine neue Autobatterie. Worauf man beim Kauf einer neuen Autobatterie achten muss, möchten wir Euch in dem Beitrag erklären.

    Kurz gesagt

    • Aktuelle Ca/Ca-Starterbatterien können alle Arten konventioneller Nassbatterien ersetzen. Ein Upgrade von einer konventionellen Nassbatterie auf eine EFB oder von einer EFB auf eine AGM kann sinnvoll sein. Ein Downgrade ist jedoch nicht zu empfehlen. Die Kapazität der Autobatterie sollte dem Fahrzeug angemessen sein.
    • Autobatterien kosten zwischen 50 € und 200 €. Empfehlenswerte Hersteller von Autobatterien sind Exide, Varta, Banner und Bosch.
    • Eine neue Autobatterie sollte eine Spannung von ca. 12,5 Volt haben. Liegt die Spannung deutlich niedriger, muss nachgeladen werden.
    • Altbatterien kann man beim Händler, aber auch u. a. beim Recyclinghof oder beim Baumarkt abgeben.

    Welche Autobatterie brauche ich, welche Autobatterie ist die beste?

    Allgemein kann man sagen, dass sich ein Wechsel der Autobatterie alle sieben Jahre empfiehlt, doch es ist sinnvoll, die Batterie jährlich zu testen, um einen sich anbahnenden Defekt frühzeitig zu erkennen.

    Aktuelle Fahrzeuge verfügen über ein Batteriemanagementsystem (BMS), welchem unbedingt mittels Tester Typ und Kapazität der Autobatterie mitgeteilt werden muss. Selbst wenn man eine Batterie gleichen Typs und mit gleicher Kapazität einbaut, sollte man diese Informationen übermitteln, da beispielsweise ein etwas anderer Innenwiderstand der neuen Autobatterie eine ungewollte Reaktion des Batteriemanagements hervorrufen und somit auch zu einer verfrühten Alterung der Batterie führen kann.

    Grundsätzlich sind alle Starterbatterien für PKWs mit einer Nennspannung von 12 V Bleiakkus und basieren auf dem gleichen chemischen Prinzip. Trotzdem unterscheiden sie sich in ihrem technischen Aufbau. Grundsätzlich kann man drei Varianten unterscheiden: die konventionelle Nassbatterie, die EFB-Batterie und die AGM-Batterie (Näheres dazu weiter unten). Der Bleiakkumulator oder kurz Bleiakku ist die Urform der Autobatterie, die sich bis heute bewährt hat. Ein Bleiakku mit einer Nennspannung von 12 Volt DC besteht immer aus sechs Kammern (Zellen), die in Reihe geschaltet sind. Somit verfügt eine der Batteriezellen über eine Nennspannung von 2 V. In jeder Batteriezelle befinden sich ein positiver und ein negativer Plattensatz, die in eine mit destilliertem Wasser verdünnte Schwefelsäure getaucht sind. Die Plattensätze bestehen aus mehreren Elektroden und die Elektroden bestehen wiederum aus jeweils einer Platte und einem Gitter. Dabei bestehen die positiven Platten aus Bleidioxid und die negativen Platten aus reinem Blei. Die Gitter sollen die eher weichen Platten stabilisieren und die Leitfähigkeit erhöhen. Für diesen Zweck bestehen die Gitter aus einer Bleilegierung und genau anhand dieser Legierungen werden die Nassbatterien unterschieden.

    Arten von Autobatterien

    Konventionelle Nassbatterie

    1. Blei-Antimon-Legierung (Sb+/Sb-)
    Antimon (Sb) ist das klassische Element, mit dem Blei legiert wird, um es zu härten (Hartblei). Starterbatterien mit Gittern aus einer Blei-Antimon-Legierung sind normalerweise nicht wartungsfrei. Sie gasen relativ viel und verlieren somit über die Zeit Wasser, weshalb sie über Verschlussstopfen verfügen, über die gelegentlich destilliertes Wasser nachgefüllt werden muss.
    2. Blei-Antimon-Legierung plus Blei-Kalzium-Legierung (Sb+/Ca-) Durch das Kalzium sind diese Starterbatterien weniger zyklenfest, sie verfügen also über eine geringere Lebensdauer. Dafür haben sie eine etwas höhere Startleistung und sind wartungsfrei. Achtung: "Wartungsfrei" bedeutet hier nicht absolut wartungsfrei, daher verfügen auch sie über (etwas weniger offensichtliche) Verschlussstopfen.
    3. Blei-Kalzium-Legierung (Ca+/Ca-) Calium-Calcium-Starterbatterien waren lange Zeit der Standard unter den Starterbatterien. Sie bestechen durch eine wesentlich höhere Starterleistung als Antimon-Batterien und neigen auch weniger dazu zu gasen, dafür sind sie aber auch wesentlich weniger zyklenfest. Sie waren die ersten absolut wartungsfreien Starterbatterien, die über keine Möglichkeit mehr verfügen, destilliertes Wasser nachzufüllen. Bei Fahrzeugen ohne Start-Stopp-System werden sie nach wie vor verbaut.
    4. Blei-Kalzium-Legierung plus Blei-Silber-Legierung (Ca+/Ag-) Starterbatterien mit Silber als Legierungselement nehmen in der Liste eine Sonderstellung ein. Um eine Kalzium-Silber-Starterbatterie zu laden, braucht man eine höhere Ladespannung als bei den anderen Batterien. Die Ladespannung muss dabei zwischen 14,4 V und 14,8 V liegen. Normalerweise können moderne Ca/Ca-Autobatterien auch diese erhöhte Ladespannung ertragen, andersherum reicht die zu niedrige Ladespannung den Ca/Ag-Autobatterien meist nicht aus, um vollständig geladen zu werden. Würde eine klassische Antimon-Autobatterie dauerhaft mit über 14,4 V geladen werden, würde das zu vermehrtem Gasen der Batterie und folglich zu einem schnelleren Ableben der Starterbatterie führen. Bei den normalen Nassbatterien, die sich aktuell auf dem Markt befinden, wird man von den Herstellern meistens im Unklaren darüber gelassen, welche Legierungen zum Einsatz kommen. Allgemein kann man aber sagen, dass es so gut wie nur noch „absolut wartungsfreie“ Ca/Ca-Autobatterien als Nassbatterien auf dem Markt gibt. Durch weiterentwickelte Gitter-Technologien ertragen die meisten Ca/Ca-Starterbatterien auch eine Ladespannung von 14,8 V, weshalb sie mittlerweile auch als Ersatz für Starterbatterien mit Blei-Silber-Legierung verwendet werden können.
    Wenn man nicht über ein Start-Stopp-System verfügt und die alte Batterie auch eine konventionelle Nassbatterie war, kann man bedenkenlos wieder eine Nassbatterie einbauen. Als Kurzstreckenfahrer könnte man darüber nachdenken, statt einer herkömmlichen Nassbatterie eine EFB zu verbauen.

    EFB-Batterie

    EFB steht für „enhanced flooded battery“, was so viel bedeutet wie „verbesserte Nassbatterie“. Sie ist auch als AFB (Advanced Flooded Battery) und ECM (Enhanced-Cycling-Mat) bekannt und so etwas wie ein Mittelding zwischen Nassbatterie und AGM-Batterie. Sie ist nicht nur als Ersatz für konventionelle Nassbatterien gedacht, sondern eignet sich auch für Fahrzeuge mit Start-Stopp-System, weshalb sie heute der Standard in Klein- und Mittelklassewagen mit Start-Stopp-System sind. Vom Aufbau her entspricht sie einer Nassbatterie, welche jedoch an den positiven Platten über ein Kunststoffvlies (Polyester-Scrim) verfügt und damit das Bleidioxid bei der Reduktion stabilisiert. Dadurch erreichen die EFBs eine bis zu doppelt so hohe Zyklenfestigkeit und nehmen schneller die Ladung auf als konventionelle Nassbatterien. Verfügt das Fahrzeug über eine EFB ab Werk, sollte auch wieder eine EFB eingebaut werden. Gerade Fahrzeuge mit Start-Stopp-System brauchen unbedingt wenigstens eine EFB. Ein Upgrade von einer EFB- auf eine AGM-Batterie ist prinzipiell immer möglich, ein Downgrade von einer EFB- auf eine konventionelle Nassbatterie dagegen eher nicht, da die konventionelle Nassbatterie schnell mit dem Start-Stopp-Betrieb überfordert ist und schneller altert.

    AGM-Batterie

    AGM steht für „absorbent glass mat“, was so viel bedeutet wie „absorbierendes Glasvlies“. Bei der AGM-Batterie handelt es sich um einen Bleiakku, der Unterschied besteht nur darin, dass der komplette Elektrolyt, also die Schwefelsäure, in einem Glasvlies gebunden ist. Darum kann eine AGM-Batterie auch nicht bei einer Beschädigung auslaufen und man spricht nun auch nicht mehr von einer Nassbatterie. AGM-Batterien haben eine bis zu dreimal so hohe Zyklenfestigkeit wie eine konventionelle Nassbatterie und können schneller viel Strom aufnehmen und abgeben. Deshalb werden AGM-Batterien vor allem bei Oberklassefahrzeugen, großvolumigen Motoren mit Start-Stopp-System und bei Fahrzeugen mit Bremsenergierückgewinnung eingesetzt. Verfügt das Fahrzeug über eine AGM-Batterie ab Werk, sollte auch wieder eine AGM-Batterie eingebaut werden. Ein Downgrade von einer AGM-Batterie auf eine EFB oder sogar auf eine konventionelle Nassbatterie sollte unbedingt vermieden werden, da diese mit dem Start-Stopp-Betrieb, den großen Verbrauchern und der Bremsenergierückgewinnung überfordert ist und schneller altert.

    Fazit

    Aktuell auf dem Markt verfügbare Ca/Ca-Starterbatterien können problemlos alle anderen Arten von konventionellen Nassbatterien ersetzen. Ein Upgrade von einer konventionellen Nassbatterie auf eine EFB- oder von einer EFB- auf eine AGM-Batterie ist immer möglich und kann für den Einzelnen sinnvoll sein. Ein Downgrade sollte dagegen vermieden werden, da die Autobatterie sonst oft an ihre Belastungsgrenze kommt und somit schneller altert. Am einfachsten kauft man die neue Batterie vom gleichen Typ wie die alte Batterie. Wichtig ist, dass man nicht am falschen Ende spart. Wie so oft gilt auch bei der Autobatterie “Wer billig kauft, kauft zweimal”. Wichtiger als ein niedriger Preis ist es, dass die Autobatterie für das betreffende Fahrzeug geeignet ist. Hat man sich für ein Modell entschieden, hat man immer noch die Möglichkeit, den Preis für die Autobatterie bei verschiedenen Händlern zu vergleichen. Wir empfehlen Batterien von Exide, Varta, Banner und Bosch.

    Wie groß muss die neue Batterie sein?

    Wie groß die neue Starterbatterie sein muss, ermittelt man am besten, indem man die äußeren Abmaße der alten Batterie ausmisst. Die äußeren Abmaße der meisten Starterbatterien sind nach einer europäischen Norm (EN) genormt und einige auch noch nach einer japanischen Industrienorm (Japan Industrial Standard, JIS). Ob man eine Autobatterie nach EN oder JIS braucht, erkennt man sofort an den Polen und der Befestigungsart der Autobatterie. Die Pole einer Autobatterie nach EN sind immer aus Sicherheitsgründen durch einen Kunststoffaufbau auf der Batterie geschützt. Zum einen wird dadurch verhindert, dass man die Autobatterie um 180° verdreht einbaut, und zum anderen ist es dadurch schwerer, einen Kurzschluss zu erzeugen. Autobatterien nach EN werden immer an ihrer Bodenleiste befestigt. Bei einer Autobatterie nach JIS stehen die Batteriepole völlig frei und ungeschützt auf der Batterie. Autobatterien nach JIS werden immer mit einem Bügel über die Batterie befestigt. Europäische Starterbatterien für PKWs sind immer 175 mm breit und 175 mm oder 190 mm hoch. Bei den 175 mm hohen europäischen Autobatterien sitzt der Pluspol immer rechts, wenn man von vorn auf die Autobatterie schaut. Bei allen anderen Autobatterien muss man darauf achten, ob der Pluspol rechts oder links sitzt, aber in den meistens Fällen sitzt er rechts. Die folgende Liste enthält die gängigen Längen der Autobatterien nach EN.

    • 175 mm
    • 207 mm
    • 242 mm
    • 278 mm
    • 315 mm
    • 353 mm
    • 394 mm
    Hinweis: AGM-Batterien sind in der Regel 190 mm hoch. Die japanischen Starterbatterien sind dagegen immer 200-229 mm hoch und 127-129 mm oder 173-175 mm breit. Durch die relativ einfache Befestigungsart können Breite und Höhe ein wenig variieren. In der Länge wird man bei der Wahl der Starterbatterie nur durch die Länge des Trägerblechs und durch die Länge der Kabel eingeschränkt, sodass die Länge stärker variieren kann als die Breite und die Höhe. ### Wie viel Ah brauche ich und was ist der Kälteprüfstrom? Häufig hört man, dass man die größtmögliche Autobatterie, also die mit der größtmöglichen Kapazität, die in das Fahrzeug einbauen soll. Diese Aussage ist allerdings sehr kritisch zu betrachten. Man kann immer davon ausgehen, dass die Autobatterie, die werksseitig eingebaut wurde, auf das Fahrzeug abgestimmt ist. Die Größe der Kapazität wird in erster Linie an der Größe des Motors bemessen, da die Autobatterie in erster Linie als Starterbatterie dient und die Kapazität in indirektem Zusammenhang mit dem Kälteprüfstrom steht. In zweiter Linie wird die Kapazität der Autobatterie anhand der elektrischen Verbraucher und damit auch anhand des Generators (Lichtmaschine) bemessen. Wählt man eine zu große Autobatterie, kann das dazu führen, dass die Autobatterie im Normalbetrieb nie vollständig geladen wird und dadurch früher altert. Der Grund: Zwar kann auch die größtmögliche Batterie vom Fahrzeug vollständig geladen werden, es benötigt aber eine längere Fahrzeit, um dies zu erreichen. In der Regel sollte ein Auto, welches die größtmögliche Batterie verbaut hat, täglich mindestens 30 Minuten am Stück gefahren werden. Viele Menschen fahren jedoch nicht oft und nicht lang genug, um diese Vollladung zu erreichen, sodass irgendwann eine Sonderfahrt notwendig wird. Bei der Wahl der passenden Batterie sollte daher auch das eigene Fahrverhalten berücksichtigt werden. Wählt man die Starterbatterie hingegen zu klein, kann das dazu führen, dass die Startleistung der Batterie schon bei etwas niedrigeren Temperaturen nicht mehr ausreicht, um das Fahrzeug zu starten. Die Startleistung einer Autobatterie wird indirekt über den Kälteprüfstrom angegeben. Dieser Kälteprüfstrom sagt aus, wie viel Strom die Autobatterie bei -18 °C über 30 Sekunden abgeben kann, ohne dass die Spannung der Batterie einbricht. Also bewirkt ein höherer Kälteprüfstrom auch ein besseres Startverhalten.

    Muss man eine neue Batterie anlernen?

    Immer mehr moderne Autos verfügen über intelligente Batterie-Energiemanagement-Systeme. Damit soll trotz höherer Belastung an der Batterie eine lange Lebensdauer gewährleistet werden. Sie steuern z. B. das Start-Stopp-System, regulieren die Leistungsabgabe und überwachen den Zustand der Batterie. Das System ist sozusagen immer im Bilde über den Zustand der Batterie und kann z. B. den Ladestrom anpassen. Beim Anlernen wird dem Fahrzeug signalisiert, dass eine neue Batterie an Bord ist. Daraufhin stellt sich die Bordelektronik auf die Batterie ein und die Systeme im Fahrzeug arbeiten weiterhin wie gewohnt. Wird die Batterie nicht angelernt, kann es zu Fehlermeldungen im Bordcomputer kommen, die Start-Stopp-Funktion kann ausfallen oder einzelne Komfortsysteme arbeiten nicht zuverlässig. Je nach Automarke und der Funktionalität des verbauten Systems weichen die Anlernprozesse ab. Bei einigen Fahrzeugen kann das Anlernen eigenständig erledigt werden, bei anderen ist ein Werkstattbesuch oder ein Diagnosegerät erforderlich. Ob ein Anlernen der Batterie notwendig ist, sollte vor dem Wechsel geprüft werden. Die Information dazu kann die Bedienungsanleitung vom Fahrzeug liefern, denn dort steht, welcher Batterie-Typ im Fahrzeug verbaut ist. Notwendig ist das Anlernen bei einer EFB- oder AGM-Batterie.

    Wie lang hält eine Autobatterie?

    Autobatterien halten durchschnittlich sechs bis sieben Jahre. Die Lebensdauer einer Autobatterie bemisst sich jedoch eigentlich nicht nach Jahren, sondern nach Ladezyklen, und die hängen stark vom Fahrverhalten und der genutzten Bordelektronik ab: Wer viel Kurzstrecke fährt, das Fahrzeug oft mehrere Tage stehen lässt oder starke Stromfresser wie z. B. eine Sitzheizung oder eine starke Musikanlage im Fahrzeug nutzt, beansprucht die Batterie relativ stark und braucht früher eine neue.

    Was ist das Problem mit Kurzstrecken?

    Autobatterien werden beim Fahren aufgeladen. Kurzstrecken reichen oft nicht aus, um die Batterie vollständig zu laden. Über kurz oder lang wird es nötig, die Batterie gezielt nachzuladen: entweder durch eine längere Autofahrt oder mittels Ladegerät. Während Batterien bei häufigen Kurzstreckenfahrten schon nach drei Jahren erschöpft sein können und ausgetauscht werden müssen, halten sie bei schonender Fahrweise leicht doppelt oder dreimal so lang.

    Besonders beansprucht werden Autobatterien im Winter, weil die Batterien bei Kälte weniger Energie aufnehmen können, also langsamer geladen werden. Dann kann es passieren, dass die üblichen Fahrstrecken nicht mehr ausreichen, um die Batterie vollständig zu laden. Um die Lebenszeit der Autobatterie zu verlängern, gibt es folgende Möglichkeiten:
    • Möglichst wenige Kurzstreckenfahrten: Fahrzeug nicht unnötig oft starten, also nicht viele Kurzstrecken hintereinander fahren und Auto ständig an- und ausschalten.
    • Batterie regelmäßig durch längere Autofahren oder mittels Ladegerät vollständig aufladen
    • Stromfresser wie Sitzheizung und Heckscheibenheizung nicht unnötig lang nutzen (v. a. nicht bei ausgeschaltetem Motor)
    • Außenspiegel und Heckscheibe nur heizen, wenn es nötig ist

    Wo soll ich meine alte Autobatterie entsorgen und wie bekomme ich mein Pfand zurück?

    Autobatterien sind Sondermüll, lassen sich aber gut recyceln. Deshalb muss seit 2009 beim Kauf einer neuen Autobatterie die alte Autobatterie wieder zurückgegeben oder ein Pfand bezahlt werden. Bei Onlinehändlern erscheint die Rückgabe der alten Autobatterie zunächst schwierig, dabei ist es eigentlich ganz einfach. Natürlich kann man die alte Batterie bei dem Händler, von dem man die neue Batterie gekauft hat, vor Ort abgeben oder per Paketdienst zurückschicken. Zur Rückgabe vor Ort ist der Händler jedoch oft zu weit entfernt und Autobatterien dürfen nur dann per Paketdienst verschickt werden, wenn sie als auslaufsicher gelten und die Pole vor einem Kurzschluss geschützt sind. Als wirklich auslaufsichere Autobatterien gelten nur AGM-Batterien. Der einfachste Weg sein Pfand zurück zu erhalten ist es, die Autobatterie bei einem Recyclinghof, einem Schotthändler oder einem Autobatteriehändler (z. B. Baumarkt) abzugeben und sich die Entsorgung quittieren zu lassen. Diese Quittung schickt man dann per E-Mail an den Händler, bei dem man die neue Autobatterie gekauft hat, und dieser überweist einem dann das Geld zurück. Beim Paketversand muss beachtet werden, dass Autobatterien nur dann per Paketdienst verschickt werden dürfen, wenn sie als auslaufsicher gelten und die Pole vor einem Kurzschluss geschützt sind. Als wirklich auslaufsichere Autobatterien gelten nur AGM-Batterien.

    Autobatterie laden

    Springt das Auto nicht mehr an und muss fremdgestartet werden, kann die Batterie durch längeres Fahren auf Autobahn oder Landstraße (gut und gerne zehn bis zwölf Stunden) aufgeladen werden. Auch wenn sie danach wieder funktioniert, sollte man sicherheitshalber prüfen, ob sie nur entladen war oder ob sie Schaden genommen hat und getauscht werden sollte.

    Viele Leute probieren mit ihrem heimischen Ladegerät ihre alte Autobatterie nochmal aufzuladen. Meistens ist dieser Versuch aber nicht von Erfolg gekrönt. Vielleicht kann man so noch ein bis zwei Tage überbrücken, bis die neue Autobatterie da ist. Besser ist es aber, eine Autobatterie von Anfang an zu pflegen. Das heißt, man sollte regelmäßig ein Ladegerät anschließen, das die Autobatterie nachlädt, und nach der vollständigen Ladung automatisch eine Erhaltungsladung durchführt. Natürlich ist das nur möglich, wenn man über einen privaten Stellplatz verfügt. Häufig wird auch die Spannung einer Batterie gemessen und dann kommt die Frage auf, wie viel Volt die Batterie eigentlich haben muss. Dabei ist die Spannung einer Autobatterie nur sehr begrenzt aussagekräftig. Allgemein kann man aber sagen, dass eine neue Autobatterie eine Spannung von ca. 12,5 V aufweisen sollte. Falls die Ruhespannung deutlich unter 12,5 V liegt, sollte die Batterie mittels Ladegerät nachgeladen und erneut überprüft werden. Sollte nach dem Nachladen die Ruhespannung immer noch deutlich niedriger als 12,5 V sein, ist davon auszugehen, dass die Starterbatterie nicht mehr ihre maximale Kapazität bzw. Leistung haben wird. Liegt die Ruhespannung unter 11,0 V, liegt vermutlich ein Zellenschluss (Kurzschluss) in der Batterie vor. Spätestens jetzt sollte die Batterie gewechselt werden.

    Wie lädt man eine Autobatterie?

    Um die Autobatterie vollständig aufzuladen, hat man zwei Möglichkeiten: Ist die Batterie nicht vollständig entladen, kann man einfach 100 km mit dem Fahrzeug fahren, am besten auf der Autobahn. Dadurch wird die Batterie aufgeladen. Ist die Batterie leer, sodass sich das Fahrzeug erst gar nicht starten lässt, schließt man sie ans Ladegerät an und lädt sie vollständig auf. Abhängig von der Größe der Batterie und der Leistung des Ladegeräts kann das Aufladen acht bis zwölf Stunden dauern. Alternativ lädt man sie etwa zur Hälfte und unternimmt dann eine längere Fahrt. Ist kein Ladegerät verfügbar, lässt sich das Fahrzeug auch mittels Überbrückungskabel starten. Gut zu wissen:

    • Manche Batterien dürfen nur in der Fachwerkstatt aufgeladen werden.
    • Während des Ladevorgangs sollte die Batterie überwacht werden: Die Batterie darf nicht zu heiß werden und keinesfalls stark gasen oder blubbern.
    • Sollte die Batterie doch stark gasen oder blubbern: Sofort ausschalten, Batterie in Ruhe lassen und gut lüften. Nach Abkühlung erstmal Batterie prüfen und ggf. weiterladen, sofern die Batterie noch nicht vollständig geladen und noch funktionsfähig ist.
    • Nach dem Aufladen muss die Batterie abgeklemmt werden.
    • Beim Laden entsteht ein explosionsfähiges Gemisch, daher muss der Raum gut belüftet sein.
    • Kein Feuer (z. B. Zigarette) in der Nähe der ladenden Batterie!
    Der Ablauf ist meistens ähnlich, kann sich aber je nach Ladegerät leicht unterscheiden (Bedienungsanleitung lesen!):
    • Batterie abklemmen: erst Minus- und dann Pluspol (Kurzschlussgefahr, wenn andersherum)
    • Empfehlung: Batterie vor dem Laden aus dem Fahrzeug ausbauen
    • Batterie an einen gut belüfteten Ort stellen
    • Ladegerät an die Batterie anklemmen: erst Plus- und dann Minuspol
    • Ladegerät richtig einstellen und anschalten
    • Ladestand der Batterie regelmäßig prüfen, bei Vollladung Batterieladegerät abschalten und von der Batterie abklemmen: erst Minus- und dann Pluspol
    • Batterie wieder in das Fahrzeug einbauen und anklemmen: erst Plus- und dann Minuspol
    • Falls nötig, Bordelektronik (Uhr, Radio) neu einstellen

    FAQ

    Wie viel kostet eine Autobatterie?
    Je nach Kapazität und Typ muss man mit 50 € bis 200 € für eine Autobatterie rechnen zzgl. Einbaukosten in Höhe von 20 bis 80 €. Wer die Preise für Autobatterien vergleicht, kann oft viel Geld sparen.

    Welche Marken sind zu empfehlen?
    Die namhaftesten Hersteller von Starterbatterien sind Exide, Varta, Banner und Bosch.

    Wo findet man günstige Angebote?
    Bei DAPARTO gibt es eine große Auswahl an Herstellern und Preisen für Autobatterien.

    Wie lang hält eine Autobatterie?
    Alle Hersteller geben zwei Jahre Gewährleistung (private Nutzung) auf ihre Autobatterien. Je nach Fahrweise und Pflege können Autobatterien auch mehr als zehn Jahre halten.

    Wie lang hält eine Autobatterie, wenn das Auto steht?
    Abhängig von der Außentemperatur hält eine vollständig geladene Batterie mehrere Monate, sofern sie kein Stromfresser vorzeitig leer saugt. Wie bei allen Batterien gibt es aber auch bei der Autobatterie eine gewisse Selbstentladung, auch wenn die Batterie nicht genutzt wird. Aber Achtung: Lässt man versehentlich das Licht im Fahrzeug brennen, kann die Batterie schon nach wenigen Tagen (bei Kälte oder wenn die Batterie schon älter ist, auch schon nach einem Tag) vollständig entladen sein.

    Muss jede neue Autobatterie angelernt werden?
    Nein, ob die Batterie angelernt werden muss, hängt vom Fahrzeug ab. Wenn ein Anlernen nötig ist und nicht erfolgt, kann es zu Fehlermeldungen oder einem Ausfall diverser Funktionen kommen.

    Wie viel Volt hat eine Autobatterie?
    Eine intakte Autobatterie sollte eine Ruhespannung von ca. 12,5 V haben. Liegt die Spannung etwas darunter, sollte die Batterie mit einem Ladegerät nachgeladen werden. Liegt die Ruhespannung danach immer noch zu niedrig, ist die Autobatterie nicht mehr voll leistungsfähig. Liegt die Ruhespannung unter 11 V, liegt möglicherweise ein Kurzschluss vor und die Batterie muss gewechselt werden.

    Wie viel Amperestunden hat eine Autobatterie?
    Die Ladekapazität einer Autobatterie wird in Amperestunden (Ah) angegeben. Die Ladekapazität lässt sich leicht berechnen, indem man die Stromstärke (in Ampere) mit der Zeit (in Stunden) multipliziert, in der die Batterie Strom liefert. Beispiel: Liefert die Batterie 10 Stunden lang 10 Ampere, dann hat sie eine Ladekapazität von 10 x 10 Amperestunden, also 100 Ah.

    Was bedeutet AGM-Batterie?
    AGM steht für "absorbent glass mat", was so viel bedeutet wie "absorbierendes Glasvlies". Bei der AGM-Batterie handelt es sich um einen Bleiakku, bei dem der komplette Elektrolyt, also die Schwefelsäure, in einem Glasvlies gebunden ist. Darum kann eine AGM-Batterie auch nicht auslaufen.

    Bild: Joe Belanger/Shutterstock.com

    Haftungsausschluss:
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