Unerwünschte Autogeräusche – Probleme erkennen, Ursachen finden

Wenn das Auto quietscht oder pfeift, der Motor klackert oder beim Fahren ein schleifendes oder dröhnendes Geräusch zu hören ist, muss man sich auf die Suche nach der Ursache machen. Wir erklären, welche Prüfungen man leicht selbst erledigen kann und bei welchen Fahrgeräuschen man tätig werden sollte.

Autogeräusche und ihre Ursachen

Ungewohnte Autogeräusche lassen sich am besten untersuchen, wenn man die Situation, in der die Geräusche auftreten, möglichst genau nachstellt und andere Geräusche möglichst reduziert. Eine freie Fahrt in ruhiger Umgebung eignet sich daher besser für die Fehlersuche als lauter Straßenverkehr. Es kann hilfreich sein, einen erfahrenen Beifahrer mitfahren zu lassen, der Geräusche bemerkt, die man selbst aus Gewohnheit überhört, und sich zugleich auf die Lokalisierung des Geräuschs konzentrieren kann. Im Folgenden stellen wir Euch verschiedene Geräusche und Situationen, in denen sie auftreten können, vor und nennen mögliche Ursachen.

Übrigens: Wenn das Auto nicht nur Geräusche macht, sondern auch ruckelt oder vibriert, geben wir Euch hier Hinweise, woran es liegen könnte: Das Auto ruckelt und vibriert: Ursachen



Geräusche im Stand und beim Start

Startknopf eines Autos

Defekte Stoßdämpfer können dafür sorgen, dass das Auto beim Einsteigen quietscht. In diesem Fall sollte man die Stoßdämpfer von einer Fachperson prüfen lassen.

Summt das Auto, wenn die Zündung eingeschaltet wird, handelt es sich einfach um ein Arbeitsgeräusch der Benzinpumpe, das man ignorieren kann.

Sind die Hydrostößel abgenutzt, fängt der Motor beim Starten an zu klackern. In diesem Fall sollte sich eine Fachperson den Schaden ansehen.

Quietscht das Auto im Leerlauf, kann es am Keilriemen liegen. Ist er lediglich lose, muss er nachgespannt werden. Ist der Keilriemen veraltet, muss er getauscht werden.


Passend dazu:

Stoßdämpfer defekt – Anzeichen, Ursachen und Wechsel

Hydrostößel: Defekt erkennen und wechseln

Keilriemen wechseln


Geräusche beim Anfahren und während der Fahrt

Hört man beim Fahren oder beim Anfahren ein röhrendes, dröhnendes Geräusch, ist möglicherweise der Auspuff undicht. Um zu prüfen, wo die undichte Stelle ist, hält man den Auspuff mit einem Lappen zu. Spürt man keinen Gegendruck und es zischt an einer anderen Stelle, sollte man mithilfe einer weiteren Person prüfen, wo das Zischen herkommt. Kleinere Löcher lassen sich oft mit einer Paste abdichten. Sind die Löcher größer oder zahlreich, muss der Auspuff erneuert werden.

Ist der Keilriemen lose oder verschlissen, hört man ein Quietschen beim Anfahren oder beim Fahren, kann es am Keilriemen liegen. Ist er lose, muss er lediglich nachgespannt werden. Ein verschlissener Keilriemen muss durch einen neuen ersetzt werden.

Ein Knall beim Gasgeben kann auf eine Fehlzündung zurückgehen. Sollte das Problem mehrmals auftreten, sollte das Auto von einer Fachperson geprüft werden.

Hört man ein Pfeifgeräusch beim Fahren, ist möglicherweise zu wenig Öl im Getriebe. In diesem Fall sollte möglichst bald geprüft werden, ob Getriebeöl ausgetreten ist.

Abgenutzte Hydrostößel können ein Klackern des Motors beim Fahren verursachen. Ob es tatsächlich daran liegt, muss durch eine Fachperson geprüft werden.

Klappert das Auto beim Überfahren von Unebenheiten, könnten Querlenker, Stoßdämpfer oder auch die Stabilisatoren ausgeschlagen sein. Um das zu prüfen, muss das Auto auf eine Hebebühne und die Bauteile einzeln geprüft werden.


Passend dazu:

Auspuff abdichten und Auspuff reparieren

Keilriemen wechseln

Hydrostößel: Defekt erkennen und wechseln

Querlenker wechseln

Stoßdämpfer wechseln


Geräusche beim Schalten und Kuppeln

Fußpedale im Auto

Hört man beim Schalten ein ruckartiges und schlagendes Geräusch, ist im Normalfall ein Motor- oder Getriebelager defekt. Das Auto muss auf eine Hebebühne und die Lager müssen geprüft werden.

Kommt es beim Gangwechsel zu einem klappernden Geräusch, können lose oder gerissene Auspuffgummis verantwortlich sein: Dann schlägt der Auspuff beim Lastwechsel gegen die umliegenden Hitzeschutzbleche oder die Karosserie.

Manchmal ist auch das Kupplungspedal der Übeltäter: Als bewegliches Bauteil muss es stets gut geschmiert sein. Ist die Schmierung aufgebraucht, hört man beim Treten der Kupplung ein Quietschen. Mehr zum Thema: Kupplung quietscht, klappert oder pfeift: Ursachen

Geräusche beim Lenken und Bremsen

Hört man ein ratterndes Geräusch beim Lenken, sollte man das Auto abstellen und die Räder im Stand nach rechts und links einschlagen und prüfen, ob irgendwo Fett zu sehen ist. Ist die Antriebswellenmanschette gerissen, dann ist wahrscheinlich Fett ausgetreten und das Antriebswellengelenk trockengelaufen, was zu dem Rattern führt. In diesem Fall muss die Manschette (auch Faltenbalg genannt) ersetzt werden.

Kommt es beim Fahren und Lenken zu einem Brummen, muss man das Auto aufblocken und prüfen, ob möglicherweise das Radlager defekt ist. 

Nimmt man beim Lenken ein Quietschgeräusch wahr, kommen mehrere Ursachen infrage: Es kann an einem losen oder verschlissenen Keilriemen liegen (Lösung: nachspannen oder tauschen). Wird das Quietschen beim Einlenken lauter, enthält die Servopumpe möglicherweise zu wenig Öl. In diesem Fall muss man den Ölstand im Servobehälter prüfen und ggf. das System auf Undichtigkeit prüfen. Tritt das Quietschen beim Fahren auf und hört man ein Knacken, wenn man im Stand hin- und herlenkt, dann sollte man prüfen, ob die Federbeinstützlager (Domlager) ausgeschlagen sind. Auch alte oder abgefahrene Reifen können in Kurven quietschende Geräusche machen, ebenso Reifen mit einem zu geringen Luftdruck.

Sind die Bremsbeläge verschlissen, tritt ein schleifendes Geräusch beim Bremsen auf. In diesem Fall sollte man am besten nicht mehr weiterfahren, sondern das Auto in die nächste Werkstatt schleppen lassen oder im absoluten Schongang hinfahren.

Sind Bremsen nicht richtig eingefahren oder verschmutzt, verrostet, verglast oder einfach minderwertig, kann es beim Bremsen zu einem Quietschgeräusch kommen. 


Passend dazu:

Achsmanschette (Faltenbalg) wechseln

Radlager: Defekt erkennen und wechseln

Keilriemen wechseln

Neue Bremsen richtig einfahren (einbremsen)

Bremsen quietschen – mögliche Ursachen

Kaufberatung: Bremsscheiben und Bremsbeläge




Geräusche vom Unterboden

Ein undichter Auspuff kann röhrende Geräusche aus dem Unterboden verursachen, die lauter werden, je mehr Gas man gibt. Wie oben erwähnt kann man den Auspuff mit einem Lappen zuhalten und prüfen, wo man es zischen hört. Tipps zur Behebung: Auspuff abdichten oder Auspuff reparieren.

Hört man ein klapperndes Geräusch von unten, wenn man den Gang wechselt, sind möglicherweise die Auspuffgummis lose oder verschlissen. Dadurch schlägt der Auspuff gegen die umliegenden Hitzeschutzbleche.

Hört man hingegen ein klingelndes Geräusch vom Unterboden, könnte das Hitzeschutzblech am Katalysator lose sein. In diesem Fall sollte man das Auto auf eine Hebebühne nehmen und das Hitzeschutzblech auf festen Sitz prüfen und ggf. befestigen.

Ein defekter Katalysator mit gebrochenem Keramikkern kann die Ursache sein, wenn es vom Unterboden her klappert. Ist das Auto aufgebockt, kann man vorsichtig gegen den Katalysator schlagen und horchen, ob Teile lose sind. Achtung: Hat das Auto gerade eine längere Fahrt hinter sich, ist der Auspuff noch sehr heiß. Zur Sicherheit sollte man warten, bis er abgekühlt ist.

Geräusche im Innenraum

Wenn das Armaturenbrett klappert, gibt es an irgendeiner Stelle eine lockere Verbindung. In diesem Fall muss man das Armaturenbrett abklopfen und die lose Stelle wieder befestigen. Wer ein wenig Vorkenntnisse hat, kann so etwas auch ohne Werkstatt leicht selbst erledigen.

Ist das Lüfterrad der Klimaanlage blockiert oder dreht sich sehr schwerfällig, hört man ein kreischendes Geräusch. In diesem Fall sollte man die Lüftung sofort ausschalten und das Auto in die Werkstatt bringen. Achtung: Dreht sich das Lüfterrad gar nicht mehr, kann es sogar anfangen zu brennen. Daher sollte man unbedingt auf Qualmbildung achten.

Quietscht der Autositz beim Überfahren von Unebenheiten, ist die Sitzmechanik verschlissen und muss ausgebaut und neu geölt werden.

FAQ

Warum quietscht mein Auto beim Lenken?

Dafür kommen mehrere Ursachen infrage, u. a. ein defekter oder loser Keilriemen, zu wenig Öl in der Servopumpe, ausgeschlagene Domlager.

Weitere Ursachen für Autogeräusche »
Zum Autoteile-Preisvergleich »

Warum klackert der Motor?

Die wahrscheinlichste Ursache für einen klackernden Motor sind abgenutzte Hydrostößel. Ist man jedoch nicht sicher, ob das Geräusch wirklich vom Motor kommt: Es gibt noch einige andere Ursachen für ein Klackern oder Klappern am Auto.

Hydrostößel: Defekt erkennen und wechseln »
Weitere Ursachen für Autogeräusche »

Warum macht mein Auto Geräusche im Stand?

Quietscht das Auto beim Einsteigen, könnten die Stoßdämpfer defekt sein. Ein Quietschen im Leerlauf kann auf einen defekten Keilriemen hinweisen. Fängt das Auto beim Starten an zu klackern, könnte das Problem bei den Hydrostößeln liegen.

Mögliche Ursachen für Geräusche im Stand »

Bildquellen: ViewFinder nilsophon/Shutterstock.com, Nor Gal/Shutterstock.com


Produktanfrage

Wie kann ich Dir helfen?

Ich unterstütze Dich bei der Suche nach passenden Teilen – kostenlos und unverbindlich.


Haftungsausschluss:

DAPARTO haftet nicht für Verluste, Verletzungen, Schäden am Eigentum, die während des Reparatur- oder Ersatzprozesses durch eine fehlerhafte Anwendung oder eine Fehlinterpretation der bereitgestellten Informationen auftreten. Die Informationen dienen nur zur Information und können einen Spezialisten nicht ersetzen. DAPARTO haftet nicht für die falsche oder gefährliche Verwendung von Geräten, Werkzeugen und Ersatzteilen. DAPARTO empfiehlt bei allen Reparaturen stets vorsichtig zu arbeiten und alle Sicherheitsregeln zu beachten.